

Der europäische Schlachtrindermarkt ist nach wie vor von Preisdruck geprägt. Vor allem die Exportländer sind von einem Überangebot, insbesondere bei Jungstieren und Kühen, gekennzeichnet. Die Trockenheit dürfte in mehreren Regionen Europas ebenfalls ein zentrales Thema sein, wodurch vorzeitige Tierverkäufe den Markt zusätzlich belasten.
In Deutschland herrscht ein regionales Gefälle zwischen Norden und Süden. Dabei ist der Preisdruck beim Jungstier im Süden wesentlich stärker als im Norden. Die Jungstiernotierungen sind nach wie vor unter Druck. In der Schlachtvermarktung sind die Herausforderungen etwas größer. Hier prägen ein Überangebot und eine angespannte Exportsituation den Markt und die Notierungen sind unter Druck.
Auch in Österreich ist aufgrund der europäischen Entwicklungen Druck am Markt gegeben. Trotz des nicht überbordenden Angebots konnten die Mengen weder im Inland noch im Export im entsprechenden Ausmaß untergebracht werden. Aufgrund unserer Exportabhängigkeit in den Sommermonaten mussten die Preisnotierungen abermals zurückgenommen werden.
Auch bei Schlachtkühen sind die Schlachtzahlen in der vergangenen Woche etwas nach oben gegangen. Hier dürfte ebenfalls die Trockenheit in einigen Regionen Österreichs dazu beitragen. Nachdem die Situation in vielen Ländern ähnlich ist, steigen die Lagerbestände derzeit an. Die Preise notieren nach unten.
Der Kalbfleischmarkt gestaltet sich relativ ausgeglichen und die Preise sind stabil.
Preiserwartungen Netto
Für Woche 29/2026 (13.07. – 19.07.2026)

(Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen!)
Jungstier HK R2/3
ausgesetzt
Kalbin HK R2/3
€ 5,80
Kuh HK R2/3
ausgesetzt
Schlachtkälber
HK R2/3
€ 8,45
